Bei Kamineinsätzen gibt es zwei Türkonzepte: die klassische Drehtür – und die Schiebetür (Guillotine), die senkrecht nach oben fährt. Der Aufpreis liegt oft bei 200–500 €. Was die Hebetür wirklich bringt und für wen sie sich lohnt.
Wie die Guillotine-Tür funktioniert
Die Scheibe läuft in seitlichen Führungsschienen und wird von Gegengewichten oder Federn gehalten. Ein leichter Zug am Griff – und die komplette Glasfront verschwindet nach oben im Korpus. Modelle wie die KRATKI NADIA 10 kW mit Schiebetür zeigen das Prinzip.
Die Vorteile im Alltag
- Nachlegen ohne Tür im Weg: Keine aufschwenkende, heiße Glastür im Raum – gerade bei breiten Einsätzen und engen Wohnbereichen ein spürbarer Komfortgewinn.
- Offener Betrieb möglich: Viele Guillotine-Einsätze dürfen mit geöffneter Scheibe als (gelegentlicher) offener Kamin betrieben werden – Lagerfeuer-Feeling auf Knopfdruck, geschlossen effizienter Heizbetrieb.
- Sicherheit: Die Tür kann nicht versehentlich aufschwingen; kein Türanschlag, an dem sich Kinder stoßen.
- Cleane Optik: kein seitlicher Scharnierrahmen – wichtig bei modernen, rahmenlosen Verkleidungen.
Die ehrlichen Nachteile
- Aufpreis: 200–500 € gegenüber der Drehtür-Variante
- Mehr Mechanik: Führungen und Seilzüge wollen gelegentlich gereinigt werden (Rußstaub)
- Bauhöhe: Der Korpus ist höher, weil die Scheibe Platz zum „Parken" braucht – bei niedrigen Kaminöffnungen prüfen
- Scheibenreinigung: Innenseite ist bei manchen Modellen etwas fummeliger zugänglich (Scheibe in Reinigungsposition kippen)

Für wen lohnt sich die Schiebetür?
Klare Empfehlung bei täglicher Nutzung (Komfort beim Nachlegen summiert sich), bei Raumteiler- und Sichtbeton-Kaminen (Optik) und wenn gelegentlich offenes Feuer gewünscht ist. Verzichtbar bei seltener Nutzung und knappem Budget – die Drehtür heizt exakt genauso gut. Beide Varianten – von MAJA bis NADIA – finden Sie in unserer Kategorie Kamineinsätze.
Häufige Fragen (FAQ)
Was bedeutet das „G" bei KRATKI-Einsätzen?
Das Kürzel G (z. B. NADIA 10 G) steht für die Guillotine-Schiebetür; BS bezeichnet Seitenverglasung links/rechts.
Ist die Schiebetür wartungsintensiv?
Kaum: Führungsschienen 1–2× pro Saison aussaugen/abwischen genügt. Die Mechanik ist auf Jahrzehnte ausgelegt.
Darf ich mit offener Schiebetür heizen?
Nur wenn das Gerät dafür zugelassen ist – und dann wie ein offener Kamin nur gelegentlich. Im Regelbetrieb bleibt die Scheibe zu.
Heizt eine Guillotine schlechter als eine Drehtür?
Nein – geschlossen sind Dichtheit und Wirkungsgrad gleichwertig.